Es gab Jahre, in denen das Team Sandland keinen einzigen Turniersieg feiern konnte. Das kam bisher genau fünf mal in 25 Jahren vor. Doch dann gab es da einen Tag, es war der 8. Juli 2000, an dem eine ganz besondere Geschichte entstand.
Natürlich hat die Entscheidung vom Punkt etwas damit zu tun. Und diese kuriose Idee, an einem Tag an zwei Turnieren teilzunehmen.
Wäre es nicht sinnvoller, sich auf eines zu konzentrieren?
Als Titelverteidiger musste man quasi bei den Six Pack Open in Pfahlbronn antreten. Und auch das Turnier in Kirchenkirnberg war immer eine verlockende Sache, räumte man doch genau dort vor zwei Jahren erst den Wanderpokal ab und stand somit eigentlich auch in der Pflicht, dort wieder anzutreten.
18 Spieler standen zur Verfügung und man teilte sie in zwei ähnlich starke Teams auf. Quasi lieber 5€ auf Rot und 5€ auf Schwarz setzen, statt alles auf die Grüne Null.
Aber es wäre nicht das Team Sandland, wenn man nicht auf beiden Hochzeiten die höchsten Ziele anstreben würde.
Zwei vollkommen synchrone Turnierverläufe
In Pfahlbronn ging es gleich richtig gut los. Vier Siege in Folge, kein einziges Gegentor (Hotzenwäldler 2:0, HSV Rose 3:0, TSF Handball 2:0, SF Gebenweiler 1:0).
Und auch in Kirchenkirnberg startete man mit vier Siegen in Serie (AH KiKi 2:1, Vater und Söhne 1:0, Lido Mittelrot 2:0, DG Schlechtbach 2:0).
Ständig hielt man telefonischen Kontakt zur anderen Mannschaft und Turnierpausen wurden dazu genutzt, auch mal persönlich auf dem anderen Platz vorbeizuschauen.
Ganz synchron ging es dann auch weiter: beide Teams spielten im fünften Spiel 0:0.
Während man in Kirchenkirnberg durch ein 2:0 gegen Atletico Siegelsberg ins Finale einzog, musste in Pfahlbronn schon ein wenig gezittert werden. Doch gelang ein knapper 2:1 Sieg über die Pink Elefants, sodass man auch hier das Finale erreichte.
Das doppelte Finale
Schon jetzt war ein Kuriosum geschaffen: Beide Teams stehen im Finale! Und das nicht bei irgendwelchen Turnieren. Nein, beide Turniere waren durchaus angesehen und auch gut besetzt.
Der Finalgegner bei den Six Pack Open in Pfahlbronn hieß FZV Aichstrut. Eine Hobbymannschaft, auf die man auch heute noch regelmäßig trifft.
Wie sollte es anders sein, konnte nach der regulären Spielzeit kein Sieger ermittelt werden. Neunmeterschießen.
Machen wir's kurz: Die Spezialdisziplin wurde bravourös gemeistert.
Team Sandland – FZV Aichstrut 4:2 n.N.
Am Morgen wäre man mit diesem Ergebnis wohl schon höchst zufrieden gewesen. Hauptsache nicht bei beiden Turnieren in der Vorrunde ausscheiden. Doch in Kirchenkirnberg war ja noch ein weiteres heißes Eisen im Feuer.
Dort traf man im Finale auf Traktor Obergröningen. Eine Mannschaft, die wohl den Schuss vom Punkt im Training geübt haben muss.
Auch hier stand es nach regulärer Spielzeit unentschieden. Wieder Neunmeterschießen.
Es wurde ganz ganz knapp. Aber am Ende sollte es doch reichen: 8:7 für das Team Sandland!
Ein unglaublicher Tag. Zwei komplett synchrone Turnierverläufe. Zwei mal ging's ins Neunmeterschießen. Und beides mal hieß der Gewinner Team Sandland.
Ob es das überhaupt schon mal gab? Selbst den größten Statistikern ist nichts bekannt.